Schon öfters habe ich darüber berichtet, dass die Beschreibungen der Ausbildungsinhalte bei Canyoningkursen wie auch die Idee einer Tourenleiterausbildung der Deutschen Canyoning Schule mehr als dreist einfach kopiert, d.h., zum Teil wortwörtlich abgeschrieben wurden. Dabei habe ich auch immer wieder darauf hingewiesen, dass zwar schnell etwas abgeschrieben ist, dass es jedoch eine ganz andere Sache ist das Ganze auch zu verstehen und umzusetzen.
Im Bereich des Canyonings gibt es leider kein Patentrecht oder etwas Vergleichbares. Es bleibt nur die Hoffnung, dass sich die Realität selber ihren Weg bahnt und Copy und Fake- Veranstaltungen als solche von potenziellen Teilnehmern erkannt werden.
Copy and Fake geht auch 2026 weiter:
Sehen Sie mal auf die Homepage des Deutschen Canyoning Vereins (www.schluchten.de) und Sie werden wortwörtlich von der DCS abgeschriebene Beschreibungen finden.
Mehr als dreist!!!
DCS: Das Original
Daher folgende Klarstellung:
Solche „Ausbildungen“ haben mit der deutschen Canyoning Schule nichts zu tun, auch wenn versucht wird, diese unautorisiert eine verbale Nähe zu suggerieren.
Es müsste eigentlich klar sein, dass jegliche Art von Ausbildung im Bereich des Canyonings nur von einem Canyonführer durchgeführt werden kann. Wer würde schon zu einem Fahrlehrer gehen, der selbst keinen Führerschein besitzt?
Auch hier gilt das Adorno zugeschriebene Zitat:
"Das Halbverstandene ist nicht die Vorstufe von (Aus-) Bildung, sondern deren Todfeind"
Prinzipiell ist es ja ein Zeichen von Anerkennung, wenn man kopiert wird. Beim Canyoning ist dies (wie bei anderen Fakes auch) jedoch gefährlich. Denn die Kopie ist oftmals nur eine schlechte Verzerrung des Originals.
Artikel über das Sicherheitsforum des Deutschen Kanu Verbandes an der Sporthochschule in Köln
Mitte Mai begann die Ausbildungssaison 2023 bei der DCS. Teilnehmer aus der Schweiz sind völlig normal, dieses Jahr waren zusätzlich auch Teilnehmer aus dem Iran dabei - Premiere.
Die Bücher der Deutschen Canyoning Schule werden in die persische Sprache übersetzt.
"Im Iran zählt Canyoning zu den Abenteuersportarten und das Risiko eines Unfalls ist ein untrennbarer Bestandteil von Abenteuer-Programmen.
Andererseits gibt es nicht viele Quellen in persischer Sprache, die sich mit diesen Fällen befassen. Dies veranlasst Herren Vahid Ehsani und Davood Fallah, eines der Bücher der Deutschen
Canyoning Schule zu Übersetzen, das viele nützliche Informationen auf diesem Gebiet enthält.
Dieses Buch, das aus dem Deutschen ins Persische übersetzt werden wird, wird in Kürze erscheinen und Interessierten zur Verfügung stehen"
Davood Fallah und Vahid Ehsani (Übersetzer der Bücher)
* Übrigens: Die Deutsche Canyoning Schule hat NICHTS mit dem Deutschen Canyoning Verein zu tun, auch wenn die verbale Assoziation dies vielleicht suggerieren könnte. Die Deutsche Canyoning Schule ist eine professionelle Institution für ebenso professionelles Canyoning. Zur Problematik des Laiencanyonings siehe unten (Datei "Laiencanyoning und "Dunning- Effekt")
Häufig wurde ich nach Canyoningkursen gefragt: „Wie geht es nun weiter?“ meine Antwort darauf war: „Sucht Euch eine GUTE Gruppe“. Auf die Frage: „Wo finde ich eine solche Gruppe?“ konnte ich jedoch keine befriedigende Antwort geben, da es in Deutschland keine Organisation gibt, die den Sicherheits- und Kompetenzansprüchen der Deutschen Canyoning Schule genügt.
Daher bietet die Deutsche Canyoning Schule kostenlose Camps an, in denen Canyoning betrieben werden kann. Voraussetzung für eine Teilnehme ist die Teilnahme am Kurs M und E sowie die Fähigkeit und der Wille, das Sicherheitssystem der Deutschen Canyoning Schule konsequent anzuwenden.
Die Canyontouren, die im Rahmen dieser Camps begangen werden, werden von angehenden DCS-Tourenleitern (im fortgeschrittenen Stadium der Ausbildung) durchgeführt. Zusätzlich dazu ist auch ein professioneller Canyonführer bei allen Touren dabei.
Dadurch wird sichergestellt, dass die ehemaligen Kursteilnehmer:
- sicher und kontrolliert Erfahrung im Canyoning erlangen können
- dabei die Gelegenheit haben, von Profis zu lernen
- sich in einer Gruppe gleich qualifizierter Teilnehmer befinden
- ihr in den Kursen erworbenes Wissen unter Supervision anwenden können
- sich in einer Gruppe befinden, in der die gleiche Systematik und das Sicherheitssystem der Deutschen Canyoning Schule konsequent angewandt wird
- über eine „Backup-Organisation“ für kritische Situationen verfügen
- die Ortskenntnis professioneller Führer nutzen können
Die Teilnahme an den Camps ist ausschließlich für Teilnehmer, die die Kurse M und E der DCS besucht haben,
Möglich. Die Teilnahme ist kostenlos. Die Touren finden unter der Supervision von Canyonführern der DCS
bzw. Tourenleitern der DCS statt. Supervidierte Touren im Rahmen der Tourenleiterausbildung sind möglich.