Wie lernt man Canyoning?

 

Die Erfahrung zeigt, dass ein häufiger weg zum Canyoning folgender ist:

Man besitzt Kenntnisse aus dem Klettern oder dem Kajakfahren und aus diesen Sportarten oft auch Teile der Ausrüstung für das Canyoning. Den fehlenden Teil der Ausrüstung leiht man sich dann irgendwo aus oder verzichtet ganz auf ihn. Nicht selten wird man auch einfach von anderen Personen mitgenommen, ohne deren Qualifikation einschätzen zu können. Man wendet die Technik anderer Sportarten dann auch im Canyoning an (was nur begrenzt geht, oftmals sogar richtig gefährlich werden kann) oder man schaut sich mit der Zeit die wie auch immer geartete „Technik“ von den Personen ab, die einen mitgenommen haben. Irgendwann fühlt man sich selbst so „fit“, dass man andere Personen in Canyons mitnimmt

 

Auch dann, wenn man mehrere professionell geführte Touren mitgegangen ist, sollte man nicht der „Kompetenzillusion“ aufsitzen. Bei einer geführten Tour (bei der in aller Regel alles nach Plan läuft, und bei der der Führer den Canyon kennt wie seine Westentasche) sieht man nur einen kleinen Teil der Ausrüstung und nur einen sehr kleinen Teil der Technik, über die der Canyonführer verfügen muss. Diese Techniken für den Normalfall sind sehr überschaubar und man sie sich relativ schnell abgucken. Immer dann, wenn etwas nicht nach Plan läuft, braucht man noch eine Menge an Material und vor allem an Technik als „Backup“, das man normalerweise bei geführten Touren nicht sieht.

 

Die oben beschriebenen Wege sind eher gefährlich. Der richtige, systematische und sichere Weg ist aus Sicht der Deutschen Canyoning Schule folgender:

 

Am besten sammelt man erste Erfahrungen im Canyoning, indem man ein einer oder mehreren professionell geführten Touren teilnimmt. Man kann dann sicher sein, dass die Tour mit maximaler Sicherheit durchgeführt wird und man kann sich die dabei relevanten Techniken des Guides anschauen.

Wenn man Spaß am Canyoning gefunden hat, sollte man die Techniken systematisch in Kursen lernen. Im Anschluss an die Kurse muss man jedoch Erfahrung gewinnen,, Routine entwickeln, Gefahren einschätzen lernen, Ortskenntnisse erwerben etc. Dies passiert am besten auf so genannten „supervidierten“ Touren. Von zentraler Bedeutung hierbei sind die Personen, mit denen man die Touren macht.

Erst dann, wenn man genügend Erfahrung gesammelt hat und auch nur dann, wenn die anderen Mitglieder der Gruppe über entsprechende Kenntnisse verfügen, sollte man sich an eigene Touren wagen.

 

Eine völlig andere Situation liegt vor, wenn man Verantwortung für andere Personen übernimmt, die ihrerseits keine Erfahrung im Canyon haben und sich voll auf die Person, die sie mitnimmt, verlassen müssen. Dies sollte unbedingt professionellen Canyonführern vorbehalten sein!

 

 

 

 

So lernt man Canyoning besser nicht

 

 

 

 

 

 

So lernt man sicheres Canyoning